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  • AlexP

"Traum" & Wirklichkeit

...oder: wie biege ich die Realität so, dass sie mir gefällt...

Wann ist ein Traum eher schädlich und wann lohnt es sich für ihn zu kämpfen? Habe vor ca. 7 Monaten begonnen sämtliche Medikamente auszuschleichen. Hat bis Anfang Juni gedauert und ich sah mich meinem Ziel "aber ich bin doch gesund" schon recht nahe...

Selbst die Tatsache, dass ich immer mehr kämpfen musste, dass es mich immer mehr Kraft gekostet hat, konnte mich nicht von meinem Vorhaben abhalten. Stell dich mal nicht so an!

Und kämpfen ist schließlich etwas was ich wirklich gut kann. Vor allem gegen mich selbst. Nun ist der Traum geplatzt und obwohl es sich anfühlt als hätte ich ein großes Versprechen (wem gegenüber auch immer) nicht eingehalten, mischt sich eine kleine Erleichterung dazu. Sich endlich wieder Hilfe holen zu dürfen. Erleichterung sei gestattet!

Und wahrscheinlich hat es sogar einen Sinn - genau in dem Moment in dem ich nämlich " so gesund" fühle, ignoriere ich sämtlich Grenzen und fühle mich unverletzbar. Und gehe permanent drüber. Womöglich ist hier der SLE einfach nur ein Regularium. Um mich zu schützen. Klingt schräg, fühlt sich aber irgendwie ziemlich wahr an.

Da kann ich meditieren bis der Arzt kommt, solange ich so sehr gegen ihn kämpfe, werde ich dieses Regularium wahrscheinlich noch lange brauchen.

Also wäre es doch vielleicht sinnvoll es einfach sein zu lassen. Es ist wie es ist und wer weiß, denkbar ist, dass es sich nicht ändert. Und schon gar nicht, wenn ich brachial damit umgehe.


Quelle: Pixabay

So reflektiert! Und dennoch macht es Angst. Weil es irgendwie nie wirklich greifbar ist. Weil es ein ständiges Auf und Ab ist. Weil ich mich heute nicht darauf verlassen kann wie es mir morgen geht (na gut, wer kann das schon!?). Immer in "hab Acht" zu sein...ist anstrengend.

Und hier kommt ein (äußerst wertvolles) Fazit: Immer den Moment leben, ein wenig mehr Vertrauen in das Leben und sich selbst zu haben ist wahrscheinlich eine gute Strategie um damit umzugehen.

Und vielleicht einfach mal "sein lassen". Sich, die Krankheit und das Leben.

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